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Der Zeit-Artikel Höfische Gesellschaft 2.0 (via AlltagsGrauen) bringt es an mehreren Stellen auf den Punkt:
Facebook gibt die Regeln vor, nach denen eine Freundschaftsanfrage abgewehrt wird, ein Link gesetzt werden kann oder eine Kontaktaufnahme vollzogen wird. Der Konzern formalisiert damit für über 300 Millionen Nutzer das soziale Leben. Google liefert den Algorithmus für Suchergebnisse, strukturiert Relevanz. Die Enzyklopädie Wikipedia dominiert längst ein Wächterrat, der Einträge zensiert und Qualitätssicherung betreibt. Das Netz ist so umfassend reglementiert wie die Libertinage in Versailles durch rigide Etikette.
Höfische Gesellschaft 2.0 - zeit.de
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Aza Raskin behandelt unter A List Apart das Thema der "Sind Sie sicher?"-Abfragen bei kritischen Tasks: Never Use a Warning When you Mean Undo
Da sich der Mensch schnell an solche Abfragen gewöhnt und öfter mal aus Reflex 'Ja' klickt, können oft Unfälle passieren. Statt dessen plädiert er für eine 'Undo'-Funktion, um falsche Entscheidungen wieder rückgängig machen zu können. Er zählt Beispiele aus bekannten Online-Anwendungen auf.
Mir stellte sich beim Lesen des Artikels die Frage, wie man denn mit Löschvorgängen umgeht, die (aus datenschutzrechtlichen Gründen z.B.) wirklich aus den Datenbanken des Systems gelöscht werden sollen. Wenn man den Gedanken weiterspinnt, könnte man in solchen Fällen dem User eine XML-Datei mit seinen Datensätzen anbieten. Etwa, wenn man irgendwo seine Mitgliedschaft beenden möchte. Liefert das System dabei alle vorhandenen Daten an den User aus, bevor es sie aus den Datenbanken löscht, könnte es die Daten im Falle der Reue auch wieder importieren, um eine rechtlich sichere Undo-Funktion zu gewährleisten.
Und dann wären wir auch wieder beim alten Web3.0-Thema: Persönliche Daten gehören in die Hände der User, nicht der Anbieter.
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