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GetSimple, ein CMS für kleine Projekte, das ohne Datenbank auskommt, hat den Grundsatz Never Use a Warning When you Mean Undo aus dem A List Apart-Artikel (alter Blogeintrag dazu) in seine Artikelverwaltung implementiert.

Diese triviale Funktion, die längst in Web-Applikationen Standard sein sollte, hat mir gestern eine Menge Zeit gerettet, nachdem ich ein paar fehlerhafte "Search&Replace"-Attacken auf alle Artikel losgelassen hatte. Und auch sonst kann ich über GetSimple nur Gutes berichten. Für Projekte mit bis zu 20-30 statischen Artikeln/Seiten ist das Mini-CMS absolut geeignet. Oder mit anderen Worten: Ich habe noch nie so schnell eine kleine Website mit 12 Seiten online bringen können (nachdem die XHTML/CSS-Mockups standen), als mit diesem CMS.
Aza Raskin behandelt unter A List Apart das Thema der "Sind Sie sicher?"-Abfragen bei kritischen Tasks: Never Use a Warning When you Mean Undo
Da sich der Mensch schnell an solche Abfragen gewöhnt und öfter mal aus Reflex 'Ja' klickt, können oft Unfälle passieren. Statt dessen plädiert er für eine 'Undo'-Funktion, um falsche Entscheidungen wieder rückgängig machen zu können. Er zählt Beispiele aus bekannten Online-Anwendungen auf.
Mir stellte sich beim Lesen des Artikels die Frage, wie man denn mit Löschvorgängen umgeht, die (aus datenschutzrechtlichen Gründen z.B.) wirklich aus den Datenbanken des Systems gelöscht werden sollen. Wenn man den Gedanken weiterspinnt, könnte man in solchen Fällen dem User eine XML-Datei mit seinen Datensätzen anbieten. Etwa, wenn man irgendwo seine Mitgliedschaft beenden möchte. Liefert das System dabei alle vorhandenen Daten an den User aus, bevor es sie aus den Datenbanken löscht, könnte es die Daten im Falle der Reue auch wieder importieren, um eine rechtlich sichere Undo-Funktion zu gewährleisten.
Und dann wären wir auch wieder beim alten Web3.0-Thema: Persönliche Daten gehören in die Hände der User, nicht der Anbieter.
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