Das fapulous framework geht online

Das fapulous framework, von dem ich unter "Das eigene CSS-Framework" berichtete, ist heute online gegangen.

Ich habe ein bisschen überlegt, ob ich mein CSS-Framework öffentlich machen soll. Denn eigentlich verfolge ich nur egoistische Ziele mit diesem Framework. Es soll mir bei meiner täglichen Arbeit helfen und ist angepasst an die Anforderungen, denen ich in den letzten 3 Jahren im Berufsleben begegnet bin. Es ist eben mein persönliches Framework und nicht darauf ausgelegt, Anforderungen anderer Leute zu berücksichtigen. Ich habe auch keine Zeit, das Framework "produktfertig" zu machen; die Doku ist zum Beispiel ziemlich stiefkindlich behandelt und wird wahrscheinlich auch nur wachsen, wenn es zu einer Anforderung wird.

Es gab nach Erscheinen des letzten Artikels erste Anfragen und Kollegen äußerten Interesse an dem einen oder anderen Modul. Und da Wissen und Software-Techniken gefälligst frei zu sein haben, ist es jetzt unter der freiesten Lizenzform, die ich auftreiben konnte, online.

Im Download-Paket sind nur ein paar Kern-CSS-Dateien, ein paar für bestimmte Konstrukte notwenige Images und die GIMP-Source-Dateien (xcf) dazu vorhanden. Es ist die Fortsetzung meines alten Das Web Interface Starter Kits, dass ja (gemäß des Namens) primär den Zweck hatte, als Entwickler schnell an den Start zu kommen. Diesen Geist trägt fapulous natürlich noch in sich. Etwas Copy/Paste hier, etwas Delete dort, dann noch etwas anpassen/hinzufügen ... ich will halt Routine-Aufgaben beschleunigen, mich auf die projektspezifischen Besonderheiten und Ausnahmen konzentrieren und schnell ein sichtbares Ergebnis haben.

Fapulous ist aber auch für die Konzeptionsphase gedacht, wie ich in XHTML/CSS-Mockups versus grafische Mockups schrieb. Aus wirtschaftlicher Sicht haben XHTML-Mockups gegen rein grafische Mockups nur eine Chance, wenn sich die Produktionszeit der XHTML-Mockups in Grenzen hält.

Die Prioritäten dieses Frameworks sind wie folgt gesetzt:

  1. schnelle und sichere Erstellung von Seiten-Layouts
  2. Flexibilität bei der Frontend-Entwicklung
  3. Performance
  4. Web-Standards
  5. Wartbarkeit und Wiederverwendbarkeit

Web-Standards und Accessibility sind hier gar nicht so das Non-Plus-Ultra, wie man an der Rangfolge sieht. Warum das so ist, wäre ein tolles Reizthema für Standards-Fundamentalisten und einen eigenen langen Artikel + Diskussionen wert ;-). Aber hier möchte ich nur erwähnen, dass es so ist (was meine beruflichen Projekte der letzten 3 Jahre anbelangt.)

Ich werde das Framework wahrscheinlich weiterentwickeln, solange ich professionell Websites baue, aber ich werde (alleine schon aus Zeitgründen) keinen aktiven Support dafür leisten können. An konstruktiver Kritik und Diskussionen zu Frontend-Techniken im Allgemeinen bin ich aber immer sehr interessiert.

Saturday, December 12. 2009
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Das hier ist das private Weblog von Alp Uçkan. Ich entwickle Websites seit 1997 und arbeite derzeit als freiberuflicher Frontend-Entwickler in Berlin. Ich sammle außerdem noch Links in delicious und zwitschere vor mich hin.

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