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webstandard.kulando.de spricht ein Webdesign-Thema an, welches gerade im täglichen Arbeitsleben von "professionellen Agenturen" wenig Berücksichtigung findet: Das Design der Struktur einer Website. Dort läuft es häufig so, dass ein Screen-Design vorgegeben wird, dann patscht man die Inhalte rein (unter der Vorgabe, das Design nicht zu brechen) und die "User Experience" bleibt häufig auf der Strecke.
Mit "User-Experience" meine ich konkret das, was der User bei der Taskerfüllung erlebt und sieht, wenn er eine Klick- oder View-Strecke zurücklegt. Zum Beispiel, wenn man etwas online bestellen, oder ein Fachthema innerhalb einer Site ausgiebig erkundtschaften möchte. Dies kann im einfachsten Fall das Verfolgen von Blogeinträgen zu einem Thema, oder auch nur der Aufruf von Werbung sein.
Meiner Meinung nach ist die ideale Reihenfolge bei der Konzeption von Websites:
Wenn der Screen-Designer eng an die Konzepte des Interaktions-Designs und der Inhalte gebunden wird, hat er den maximalen Spielraum, Kreativität zu entwickeln.
Das Argument, sich durch solche Konventionen in seiner Kreativität eingegrenzt zu fühlen, kann man hierbei meiner Meinung nach nicht wirklich geltend machen. Denn ein Design auf Grund von strukturellen Vorgaben unter den bestimmten Vorgaben wie bspw. CI zu entwerfen, verlangt noch mehr Kreativität als ohne diese "Vorgaben".
Screen-Design oder Content?
Kreativität entwickelt sich nur in einem bestimmten Rahmen, nicht unter völliger Freiheit, wie sie so mancher Screen-Designer beansprucht. Ich fand schon immer, dass es keine Kunst ist, willkürlich ein paar Farben in Eimer zu gießen und diese dann gegen eine Leinwand zu pfeffern, so dass die Betrachter, am Sektglas nippend, den zufällig entstanden Farbklecksen ein staunendes "Aaah" und "Ohhh" entgegenbringen können. Diese "Kunst" beherrscht auch ein Kleinkind. Echte Kreativität entsteht immer unter Einschränkungen und engen Vorgaben.
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