Im Juni hatte ich einen Kunden, der gleich mit 2-3 Aufträgen auf mich zukam (Website, Etiketten, etc.). Er hat mich insgesamt 6 Wochen beschäftigt (natürlich nicht Vollzeit, aber täglich einige Stunden zwischendurch).
Nun ... wir haben, zusammen mit einem Subunternehmer, einen super Job hingelegt. Wir waren schnell und präzise und der Kunde war vom Ergebnis begeistert. Es gab einen unaufschiebbaren Fertigstellungstermin, weil die besagte Website in einem ziemlich bekannten Boulevard-Magazin vorgestellt/veröffentlicht werden sollte.
Dann wurde die Rechnung gestellt. Ich hätte nie erwartet, dass es damit Probleme geben würde, denn der Kunde war (seinen Angaben nach) ein großer Fisch in der Immobilienbranche, hat ein Riesen-Haus in DE und ein Ferienhaus in Holland und trat auch sonst eher großkotzig, denn bescheiden auf.
Aber das Geld kam nicht. Auch sonst kein Lebenszeichen. Es war die ganze Zeit mucksmäuschenstill. Also wurde der übliche Weg eingeschlagen (Emails, Mahnung, Anwalt, Gerichtsvollzieher). Heute höre ich von meinem Anwalt, dass der Kerl amtlich bekannt ist und der Gerichtsvollzieher ihn wohl öfters besucht. Er hatte anscheinend schon den Finger gehoben, als er mich beauftragte, was ihm jetzt zumindest eine Anzeige wegen Betrugs einbringen wird.
Tja, sowas passiert wohl irgendwann, wenn man Freiberufler ist. Der Schaden ist nicht gerade gering. Der Subunternehmer ist bezahlt und mein Anwalt kriegt natürlich auch noch was. Kann man es mir übel nehmen, wenn ich größere Aufträge in Zukunft nur noch gegen Vorkasse mache?
Helmut on 2005-10-27 20:04 (Reply)
Gruß Helmut aus Bonn