Web 2.0 Nebenwirkungen

Signore Josh spricht einen nicht zu ignorierenden Aspekt aller anmeldepflichtigen Web2.0-Anwendungen an:

Betrachtet man sich die Art und Weise wie diese Firmen mit User-Daten und dem Datenschutz umgehen und sich vor allem auch in Ländern wie China mit den dortigen Behörden verbünden, werde ich diese Dienste wohl nicht mehr nutzen.

Bedeutungsmafia, verflickert und zugeskypt
Yeah, so verführerisch das ganze Technikgedöns auch ist, immer schön auf Schutz achten. Etwa mit Wegwerfadressen, oder sich eine zweite virtuelle Identität zulegen. Damit kann man auch gleich die Integrität der Datensätze von Datensammlern versauen ;-) Das ist für mich der Haken an "Web 2.0": Dass dabei immernoch Web1.0 Authentifizierung angewendet wird und kein A.... daran denkt, dezentrale Methoden (zum Beispiel mit Hilfe von FOAF) zu verwenden. Wenn ich bei jedem Dienst einen eigenen Account habe (mit zum Teil mäßiger Kontrolle über meine Daten), ich bei diesen Diensten sowieso nur das machen kann, was der Betreiber erlaubt, überlege ich es mir 3 mal, ob ich mich dort anmelde, oder gleich eine äquivalente Open Source-Lösung auf meinem Server installiere.
Monday, September 19. 2005
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Comments

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Michael (Homepage) on 2005-09-19 22:40 (Reply)

Insofern ist es doch ein Schritt in die richtige Richtung, dass Flickr jetzt mit Yahoo eine gemeinsame Autorisierung macht. Mit zunehmenden Aufkaufaktionen wird sich das Problem wahrscheinlich weiter entspannen. Eine handvoll verschiedener Authentifizierungen ist zwar nicht das ideale, aber immer noch besser als ein ganzer Sack davon.
2

alp on 2005-09-19 22:45 (Reply)

Wobei ich mich frage, was die Motivation für diese "gemeinsame Autorisierung" ist. Machen die das wirklich nur aus Vereinfachungsgründen für den User, oder Vereinfachung für die Betreiber oder steckt dahinter einfach nur der Wunsch noch mehr Daten einzusammeln?
3

Michael (Homepage) on 2005-09-19 23:11 (Reply)

Vereinfachung ist sicher ein Argument für beide Seiten. Sicher ist aber, dass es attraktiv ist, möglichst viele Services aus einem Guss zu anzubieten.

Datensammeln ist sicher ein Argument und auch ein Problem. Aber Google hat Massen an Suchergebnissen von mir im Archiv, die mehr als 10 Jahre zurückreichen, wie viel schlimmer kann es denn noch kommen? :-(

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