Die gestrige Nacht habe ich mich mit einem interessanten aber noch nicht ausgereiften Feature beschäftigt. Nämlich
die Möglichkeit, seine Kommentare in anderen Weblogs auf seiner Site zu sammeln. Eins vorweg: Es ist ein tierisches gebastle und
das Ergebnis ist alles andere als benutzerfreundlich.
Das Ganze basiert darauf, dass man für jeden Kommentar, den man irgendwo hinterlassen hat, einen Trackback-Ping an ein verstecktes Posting in seinem eigenen Weblog absetzt.
Im Falle von Wordpress holt man sich zuerst ein
PlugIn, um einen versteckten Eintrag machen zu können und welches die Trackbacks entgegen nimmt. Versteckt deshalb, damit es nicht auf der Startseite und im Archiv als normales Posting erscheint.
Dann bastelt man sich ein Trackback-Skript auf den eigenen Webserver. Etwa das
Standalone-Trackback von Movable Type (Perl-CGI-Skript). Ich habe das äquivalente
PHP-Skript von Timo Gnambs genommen, weil ich lieber PHP als Perl mag/kann und es sich in Vergangenheit gut bewährt hat.
Und man fängt an, für jeden seiner auswärtigen Kommentare einen Trackback-Ping abzusetzen.

Nun, im Ansatz keine schlechte Idee, wenn das nicht soviel manueller Aufwand wäre und wenn es nicht auf einem
"kranken Protokoll" basierte, das eigentlich abgeschafft gehört.
Die so gepingten Kommentare gibt es dann auch als
RSS-Feed, falls die Leser nachverfolgen möchten, was man sonst noch so in den Weiten der Blogossphäre verzapft

Aber gute Ideen können weiterentwickelt werden. So könnte man z.B. eine "Fremdkommentar-TB-URI" für den Header eines Weblogs erfinden, ähnlich wie die
RSS-Autoerkennung oder das
RDF-Schnipsel für die Erkennung Trackback-fähiger Einträge. Das andere Weblog, in welchem man seinen Senf ablässt, könnte dann von der hinterlegten Website die Trackback-URI für auswärtige Kommentare beziehen und einen Ping auf diesen
Sammel-Eintrag absetzen. So würde jeder Kommentar, den man irgendwo hinterlässt, automatisch in seinem Weblog eingesammelt werden.
Und an der Darstellung müsste man natürlich noch feilen.
alp on 2005-03-03 15:49
Klar, ich sach doch, ist alles andere als ausgereift